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Schlüppi einpacken & los: Tages- und Kurzausflüge

„Reisen veredelt den Geist … (Oscar Wilde)“ – wer reist, bringt ein Stück vom Glück mit. Egal wohin, egal wie lange, mit wem und warum – Reisen fasziniert die Menschen seit jeher. Der gefühlte Trend geht immer mehr vom großen Jahresurlaub mit allem Pipapo hin zu kleinen Kurztrips. Das bedeutet oft Städtetouren oder Wellnessurlaub, rauskommen, abschalten, was erleben oder / und sich verwöhnen lassen. Ja, das klingt alles recht kostspielig, wenn man nicht gerade nur in Hostels übernachten möchte (auch davon gibt es mittlerweile schon richtig Gute). Doch auch mit überschaubarem Budget und nur einigen Tagen Resturlaub lässt sich etwas Nettes zaubern.

Meine Empfehlung lautet: feines Plätzchen aussuchen, Auto volltanken, Lieblingsmensch einpacken (das kann auch mal die Omi sein), Schlüppi, Zahnbürste und Not-Kuchen nicht vergessen und schon geht´s los. Radio an, Sonnenbrille auf und der Welt da draußen entgegen. Mein Spezialtipp: versucht Autobahnen zu vermeiden. Ganz nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ ist es herrlich über Landstraßen zu tuckern, sich vom Navi (oder auch mal ganz Oldschool von der Landkarte) über abstruse Wege schicken zu lassen und so Sightseeing der ganz einfachen Art zu betreiben. Landschaftlich hat nur alleine Deutschland schon immens viel zu bieten, ulkige Ortsnamen inklusive. Und manchmal fühlt man sich dabei sogar wie in einer anderen Zeit.

Immer mehr Hotels & Co. lassen ihre kreative Ader spielen und kreieren zauberhafte, süße und feine Arrangements für jeden Typ. Z.b. „Schlaf schön“ mit abendlicher Fußmassage incl. Kuschelsocken zum Mitnehmen – ich liebe diese verrückten Einfälle, die einfach mal anders sind, den Gast zum Schmunzeln und hoffentlich auch zum Austesten bringen. Dank des gewaltigen Preisdrucks in der Hotellerie gibt es diese feinen Häppchen auch fast immer zu sehr guten Konditionen. Es muss also nicht immer all-inclusive im 5* Tempel sein. Also, los geht´s.

An einem feinen Plätzchen angekommen bietet die Umgebung (egal ob Groß- oder Kleinstadt, Dorf oder Pampa) immer etwas Schönes. Ob Natur, Architektur, Kunst, Geschichte, kleine Gassen und schief stehenden Häuschen – selbst der kleinste Ort hat heutzutage tourismustechnisch schon viel dazu gelernt. Fragt also einfach Eure Gastgeber des ‚feinen Plätzchens‘ nach ihren Geheimtipps – oft entwickeln sich gerade daraus die sympathischsten Gespräche. Übrigens: je unpopulärer der Standort ist, umso mehr Mühe geben sich die Mitarbeiter, ihre Gäste besonders zu begeistern.

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich oft selbst nur nach Optik entscheide, aber gerade neulich hat mich ein von außen eher alt und verkommen wirkendes Hotelrestaurant wiedermal total aus den Puschen gehauen. Das bestellte Gericht war sehr hübsch angerichtet, auf den Punkt gebraten und der Service war absolut perfekt und Spitzenklasse. Ehrlich – herzlich – einfach toll! Und genau das sind die Momente, die bleiben und die man in bester Erinnerung mitnimmt – ein Stück vom Glück eben.