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Die Einkehr – Kerpen

Ein jahrelanger Traum – zwei Köpfe voller Tatendrang – drei Ordner voller Ideen. Und dann kam der Tag, an dem das passende Gebäude für all das gefunden wurde: ein altes Gehöft aus dem Spätbarock, mitten in der wunderschönen Vulkaneifel im verträumten Dorf Kerpen. Wie man den geschichtsträchtigen Mauern wieder Leben einhaucht, sodass die Melodie und das beschwingte Lebensgefühl von Sardinien mitschwingen, dafür hatten Claudia Kaufmann und Matthias Sommer genau das richtige Händchen und viel Geduld. Zwei lange Jahre aufwendige Bauzeit, die man dank einer sehr ausführlichen Fotogalerie auf der Homepage hautnah mitverfolgen kann, haben das ehemalige Bauernhaus in ein traumhaftschönes, kleines und feines Hotel verwandelt – Die Einkehr.

Mit gerade einmal fünf Gästezimmern, die alle unterschiedlich und sehr liebevoll eingerichtet wurden, finden sich hier die Namen Lavendel, Wacholder, Rosmarin und Ginster vor den Zimmertüren wieder. Wer mitgezählt hat, merkt, eins fehlt noch – richtig: das Salbei-Zimmer, welches im Dachgeschoss sogar eine freistehende Badewanne anbietet, ein echtes Highlight. Doch auch das offene Bad mit seinen italienischen Fließen (mit separatem WC) präsentiert sich ganz fein, ebenso das große Boxspringbett mit seinen eleganten Bezügen.

Es ist, als wäre die Einkehr just erst eröffnet worden, so frisch und gepflegt wirkt das gesamte Haus, das schon seit 2014 seine Gäste begrüßt. Dass hier sehr viel Herzblut in der Ausstattung der Zimmer liegt, spürt man als Gast sofort. Und wieder fragte ich, warum ich bloß für nur eine Nacht gebucht hatte? 🙂

Unser Zimmer schaffte es, eine unglaubliche Ruhe auszustrahlen, sodass man ganz bei sich und fernab der Welt dort draußen war. Doch Letztere sollte man sich in der Vulkaneifel auf keinen Fall entgehen lassen, da es unzählige Wanderwege (wie z.B. den bekannten Eifelsteig) gibt, die man einfach, zumindest für ein Stück, erkunden sollte – gutes Schuhwerk vorausgesetzt. Die Landschaft ist einfach nur fantastisch.

Eine passende Wanderkarte sowie viele gute Tipps gibt es von den Gastgebern natürlich gratis dazu, und schon konnte es für uns losgehen. Wir haben es zwar nicht ganz so weit geschafft, wie wir vorhatten, dafür kamen wir aber mit großem Hunger und völlig erschöpft nach ein paar Stunden wieder an der Einkehr an – zum Einkehren :-p

Jetzt ein heißes Bad in der freistehenden Badewanne – was für eine Aussicht. Oder doch lieber ein gutes Buch in der Kaminlounge im Erdgeschoss lesen? Oder die letzten Sonnenstrahlen im Freien in dem kleinen Hofgarten genießen? Die Entscheidung war gar nicht so einfach, feine Plätzchen gab es schließlich genug.

Der Hunger kam uns jedoch zuvor, wie gut, dass die Einkehr auch ein hervorragendes kleines Hoflokal besitzt, welches an diesem Abend exclusiv nur für uns Hotelgäste geöffnet wurde. Eine feine kleine Karte bot eine schöne Auswahl an leichten Gerichten der ländlichen & mediterranen Küche an und so entschied ich mich für die selbst gemachten Maultaschen – mh, einfach nur köstlich.

Doch es gab etwas, das noch viel köstlicher war als alles auf dem Tisch – und zwar der Moment bzw. dieser Abend selbst. Wir saßen zusammen mit den anderen Hausgästen, jeder zwar an seinem eigenen Tisch, und doch dauerte es gar nicht lange, bis wir mit zwei sehr netten Gäste am Nachbartisch ins Gespräch kamen. Einfach so. So, als würde man sich schon länger kennen und sich in diesem Urlaub wiedertreffen. Die beiden erzählten von ihrer Reise, von ihren täglich neuen und skurrilen Wanderabenteuern und auch ein Stück von ihrem Leben. Ich hätte ihnen stundenlang zuhören können, so nett war dieses Gespräch.

Und genau das ist das Besondere, was wahrscheinlich nur ein kleines Hotel wie beispielsweise ‚Die Einkehr‘ bieten kann – eine Atmosphäre, ein Ambiente, die auf der einen Seite jedem Gast genügend Raum und Rückzugsort für sich selbst bietet und auf der anderen Seite ihn so inspiriert, um völlig ungezwungen und entspannt mit fremden Menschen in ein tolles Gespräch einzusteigen. Einfach nur schön.

Übrigens: Was darf für einen gelungenen Abend außerdem nicht fehlen? Richtig, ein guter Wein und den wird man im Hoflokal mit Sicherheit finden, denn Claudia und Matthias bieten auch eine exclusive Auswahl an sardischen Weinen an, die sie selbst in ihrer ehemaligen Heimat persönlich aussuchen und nach Deutschland importieren.

Am nächsten Morgen wartete schon ein erstklassiges kleines Frühstücksbuffet auf uns – frischer Obstsalat aus Ananas, Melone & Co., Tomate Mozzarella, diverse Marmeladen und Cerealien sowie krosse Brötchen und Croissants – es fühlt sich fast an wie am Meer, in einem kleinen Hoflokal an der sardischen Küste. Doch die Vulkaneifel ist mindestens genau so schön 😉

http://www.die-einkehr.de/