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Zuckerfee – Berlin

„Papa was a vegan man“ – was das sein soll? Ein ziemlich kreativer Name für ein noch viel kreativeres Frühstück, besser gesagt, für EIN Frühstück auf der Speisekarte des Café Zuckerfee mitten in Berlin. Ein heißer Tipp vorab: unbedingt die Frühstückskarte vorab auf der Webseite anschauen, da kann einem nur das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dazu gibt es noch ein saisonal wechselndes Frühstück – aktuell nennt es sich „Villa Kunterbunt“ und ist eine herrlich bunte und fröhliche Mischung aus (ich zitiere:) ‚Kürbisbrötchen mit Ofenkürbis, Avocado, Balsamicozwiebeln & Tahinisauce, Hummus, Ei im Glas, Pekannuss-Cookie mit Basilikum-Feigen-Creme, frisches Obst und Brot und ein kleiner frisch gepresster Grapefruitsaft‘ – wer kommt bloß auf solch außergewöhnliche Ideen?

Es sind Kyrana und Lisa, die ihr Café mit ganz viel Liebe, Spaß und Zucker führen und jeden Gast beim ersten Betreten einfach nur begeistern. In einem schönen Altbau wartet das Café (in einer ruhigen Seitenstraße gelegen) auf seine Gäste, die vor allem das unglaublich kreative Frühstück schätzen. Und natürlich das supersympathische Team.

Nach einer schwierigen Entscheidung (am liebsten hätten wir die Frühstückskarte 3x hoch und runter geordert) landete schließlich eine üppig beladene Etagere bei uns – von frischem Obst, Pancakes, Blaubeermarmelade und Rührei war alles dabei. Halt – das Beste hab ich ja fast vergessen – es war ein kleines Schälchen mit Limettenquark, verfeinert mit Baiser. Man war das gut, unglaublich gut. Die Leichte Säure der Limetten zusammen mit der zarten Süße des Baisers – darauf muss man erstmal kommen (hab ich übrigens zu Hause direkt ’nachgekocht‘, war leider nur halb so gut ;-)).

Und als wäre man nicht schon satt genug gewesen, nein, bei so einer himmlischen Auswahl MUSS man einfach alles probieren, entschied ich mich noch für ein Stück geeiste Blaubeertorte mit Schokoboden…

Wippi war im Paradies angekommen. So lecker war diese Torte und so faszinierend die Kombination. Wer steht hier bloß in der Küche? Großes Kompliment. Dazu ein Glas heißer (Bio-)Tee und leise Musik im Hintergrund, so konnte es gehen.

Eine Stunde verging, und noch eine Zweite, man saß da, saugte das Leben ein wenig auf, laß in Seelenruhe ein Buch und schlürfte noch einen Kaffee dazu. Nein, essen konnte ich nichts mehr, auch wenn ich es verdammt gern getan hätte. Man war einfach nur satt und unfassbar glücklich (was nicht nur am Zucker lag ;-))

Falls ich noch Platz gehabt hätte, dann wäre jetzt mit Sicherheit eine kleine Schokoladenverkostung dran gewesen, für die das Café übrigens auch sehr bekannt ist.

Wie gut, dass ich meine druckfrischen Postkarten eingepackt hatte (gut, mir war auch vorher schon klar, dass die ‚Zuckerfee‘ ein feines Plätzchen ist) – also lag nach dem Verlassen des Cafés eine kleine, handgeschriebene Postkarte auf unserem Tisch, sozusagen als Dankeschön für diese einmaligen Stunden dort.

Vielen Dank an Kyrana und Lisa, dass Ihr dieses Café ins Leben gerufen habt und dass Ihr mit so viel Spaß dabei seid – das steht Euch einfach ins Gesicht geschrieben und ist das Wichtigste überhaupt in einem Café – das Sahnehäubchen. Macht weiter so 🙂

http://www.zuckerfee-berlin.de/