Cafés · Vintage Cafés

miss päpki – Köln

Feinstes Sonnenlicht strahlte durch die große Fensterfront. Wohlige Wärme lag in der Luft. Beste Laune sowieso ❤

Es war ein kühler Herbsttag, meine Füße hatten mich schon stundenlang durch meine alte Heimat Köln (ein kleiner Kurzbesuch) getragen – zu viele Erinnerungen an die tollste Zeit wollten abgelaufen werden. Das Beste blieb natürlich bis zum Schluss – das wohl allerschönste Café der Stadt, welches damals (2011) quasi zeitgleich mit mir den Start in Köln wagte. Darf ich vorstellen, das ‚miss päpki‘ von Claudia Papke und ihrem großartigen Team. Im Belgischen Viertel…

Damit wir uns nicht falsch verstehen – in Köln gibt es unzählige, herrliche, gemütliche, köstliche und himmlische Cafés, alternativ, kreativ, verträumt, oder von allem etwas. Und doch ist das ‚miss päpki‘ eine unglaubliche Mischung aus all dem und bei Kölnern jeder Altersgruppe & Lebensart superbeliebt. Selbst an einem Montag muss man das Glück auf seiner Seite haben, um hier ein feines Plätzchen zu ergattern.

Vielleicht liegt es an der hauseigenen Espressomischung (aus Kölns ältester Rösterei), oder an dem Eis von Haus- und Hoflieferant ‚Toni‘, oder an den nett verpackten Süße-Tüte-Beuteln zum Verkauf. Es mag natürlich auch die urgemütliche große Fensterfront mit all ihren Kissen sein, oder die wunderschöne Mustertapete über dem XL Tisch für Gruppen. Sehr wahrscheinlich liegt es aber auch an der zauberhaften feinen, weißen Einrichtung im verträumten Vintagestil, mit Sammeltassen, nostalgischen Zuckerdosen und samtigen Polsterbezügen inklusive.

Aber definitiv liegt es an der unglaublich köstlichen Speisekarte, die zum Teil sogar auf einlaminierten Tortenspitzen geschrieben ist, sowie u.a. auf einer kleinen Kreidetafel, die mir Claudia mit einem Lächeln zu meinem Platz brachte.

Ich wählte die Käse-Quiche mit Salat. Was für eine Köstlichkeit, wow, ich war sofort verliebt. Serviert auf einem Vintageteller, dekoriert mit feinem Obst, und verdammt lecker. Der ältere Herr am Tisch neben mir musste schon schmunzeln und bestellte direkt das Gleiche 😉

So saß ich gut gestärkt, vollkommen glücklich und im oben erwähnten Sonnenlicht am Fenster und versank förmlich in meinem Buch über das Leben. Stunde um Stunde verging, die Gäste wechselten und ab und an blickte ich auf, um die angenehme Atmosphäre aufzunehmen und in die Gesichter der Gäste zu sehen. Begeisterung, Freude, Glück, es klingt komisch, aber es war zu sehen.

Ich erinnerte mich daran, wie ich damals dieses Café mit einer lieben Freundin entdeckte. Wer es wem zuerst zeigte, weiß ich nicht mehr, aber ich habe mal ein paar alte Fotos durchforstet und tatsächlich noch Bilder vom Besuch (2013) im ‚miss päpki‘ gefunden. Die Tische sind noch die gleichen, die Zuckerdosen & Speisekarten auch, die Kameraqualität ist deutlich verbessert und aus der damaligen Vorliebe für Minz-Tee wurde nun Minz-Schorle. Und wie bereits gesagt: Der Glanz in den Augen während des Besuchs im Café fühlt sich noch genau so „nett“ an, wie damals.

Kein Wunder also, dass ich zwei Tage später genau diese Freundin schnappte (da die Glückliche mittlerweile in Köln wohnt), um nochmal in das Café zu gehen. Für eine Minz-Schorle und die besten Gespräche. Hier mal ein kleiner Fotovergleich, wie eben beschrieben:

Eigentlich kann man nur DANKE sagen, für fast zehn Jahre ‚miss päpki‘ mit all seinem Zauber – Tag für Tag (außer dienstags, sonst wäre es schon viel eher zu einem „feinen Plätzchen“ ernannt worden ;-)).

Ich wünsche Euch von ganzen Herzen weiterhin so viel Freude und Leidenschaft, mit der Ihr dieses Café leben und tanzen lasst. Nächstes Mal muss ich übrigens erstmal aus Eurer Kuchentheke kosten, von der ich noch gar nicht erzählt habe – aber die servierten Stücke an den Nebentischen sahen schon immer ziemlich unverschämt lecker aus! :-p

http://www.miss-päpki.de/