Menschen & Glück

Der Zauber von Postkarten

Entspannung ist, gedankenverloren Postkartenständer vor und in Geschäften durch zu stöbern. Einfach weil man gerade ein paar Minuten Zeit übrig hat oder weil man eine passende Karte sucht – Geburtstag, Hochzeit, Baby oder sonstige – Anlässe gibt es genug, Karten auch.

Am liebsten mag ich persönlich die Karten, die keinen dieser gängigen Anlässe haben, sondern viel mehr in die Kategorie ‚die-einfach-mal-so-Karten‘ über das Leben fallen. Diese, die man auch mal für sich selbst kauft um sie an den Kühlschrank zu hängen, oder in einem hübschen Bilderrahmen aufzustellen. Man kann sie auch wunderbar hinter den Spiegel klemmen oder im Bad aufhängen (in meinem Bad hängt zum Beispiel eine über der Steckdose für den Föhn, mit einem zerzausten Pudel drauf und natürlich dem passenden Spruch dazu 😛 ).

Oder man schickt sie an einen lieben Menschen, ob nun zum Geburtstag oder auch einfach mal so zwischendurch, weil man gerade an ihn oder sie denken musste. Gerade vor ein paar Tagen fischte ich selbst so eine süße Überraschung aus meinem Briefkasten von einer lieben Freundin aus Bochum. Diese Momente sind so wunderbar, wenn man das breite Grinsen im Anflug wahrnimmt, welches gerade dabei ist sich auf das eigene Gesicht zu legen. Weil man sich freut wie ein kleines Kind. Dazu noch ein liebevoller kleiner Text und feine Grüße, mehr braucht es doch gar nicht zum Glück. Diese Karte steht nun auf einem kleinen Tisch in meiner Küche, und jedes Mal wenn ich daran vorbei gehe, kommt das Grinsen wieder zurück.

Und da ich weiß, wie sehr man sich über so kleine Gesten freuen kann, versende ich selbst dann und wann mal eine Postkarte, die mir irgendwann mal über den Weg lief und mir genau der eine Mensch in den Sinn kam, zu dem diese Karte perfekt passt. Und schon war die Karte gekauft und bald auch verschickt.

Vor einigen Jahren lebte ich ein Jahr in Köln (eine wunderbare Stadt, ich liebe sie bis heute). Zum Abschied von meinen Rezeptionskollegen kam mir die Idee, für jeden die passende Postkarte zu finden. Bei 22 Kollegen war das zugegebenermaßen doch etwas aufwändiger als ich dachte. Aber es machte einen riesen Spaß, das kann ich Euch sagen.  Wie ich auf die Idee kam? Ich stand eines Tages vor einer Postkarte mit dem Titel ‚beginne jeden Tag mit einem Lächeln‘ – unwillkürlich musste ich an meine Kollegin denken, die das genaue Gegenteil davon war 😉 – was auch nachher so als Abschiedsgruß auf der Karte für sie stand. Aber zum Glück musste sie selber lachen. Was so Postkarten doch alles bewegen können … in jedem Fall zumindest die Mundwinkel.