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Kunstpension Frahm – Crivitz

„Bunt ist meine Lieblingsfarbe“ von Walter Gropius .

Für mich ist ‚bunt‘ pure Lebensfreude, Fröhlichkeit, Lachen, Spaß und mein alter Wasserfarbmalkasten. Dass man mit bunten Farben nicht nur Künstler- und Kinderherzen höher schlagen lassen kann, sondern auch Hotelfachherzen, das weiß auch Familie Frahm aus Basthorst/Crivitz bei Schwerin. Seit Jahren betreiben sie ein eignes Atelier sowie eine Kunstschule samt Bodypainting Angebot. Doch an Letzterem war ich eigentlich gar nicht interessiert 😛

Vielmehr aber an ihrem noch ganz neuen Kunstwerk, dessen Leuchtkraft bereits in den Homepagebildern vorab wunderbar die Botschaft des Hauses transportiert: jeder Mensch hat seine ganz persönliche Farbe. Und so gibt es in der Kunstpension Frahm fünf verschiedene, brandneue, liebevolle, feine und natürlich malerisch schön gestaltete Gästezimmer in den Farben: Weiß, Gold, Grün, Pink und Blau.  Da fällt die Entscheidung gar nicht so leicht. Aber zum Glück hatten wir, sagen wir einen buchungsgünstigen Tag erwischt, sodass wir vor Ort die freie Wahl. Eine kleine private Führung durch alle Gästezimmer machte die Entscheidung nicht gerade leichter, da einfach alle ihren ganz besonderen Zauber hatten, doch letztendlich fiel meine Wahl auf Grün.

Doch bevor wir diese für Kraft, Ausgleich & Freude stehende Farbnuance für eine Nacht beziehen konnten, bekamen wir einen feinen Kaffee im Kunstatelier serviert, wo er zu einer echten Art Doppelgenuss wurde. Was für ein schöner, herzlicher und unkomplizierte Empfang. Man fühlte sich sofort angekommen und willkommen in dieser kleinen feinen Kunstoase mitten im Nichts. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Moment, als wir vor dem Eingang standen und man einfach NICHTS, absolut NICHTS hörte. Völlige Stille. Allein nur das war schon tiefste Entspannung.

Und so wundert es auch nicht, dass es in der Kunstpension, die übrigens mal eine alte Scheune war, eines nicht gibt – einen Fernseher. Und das ist auch verdammt gut so. Die herrliche Stille um sich herum muss man einfach genießen!

Sonst war aber alles bis ins letzte Detail vorhanden und farblich natürlich genauestens aufeinander abgestimmt – selbst der grüne Türstopper in unserem Bad. Von grünen Kleiderbügeln und grünen Betthupferln ganz zu schweigen. Als Eyecatcher tanzte allerdings doch etwas aus der Farbpalette – das rosa Toilettenpapier. Mein absolutes Highlight. Weiterhin steht den Gästen eine großzügige offene Wohnküche zur Verfügung, um sich auf Wunsch selbst versorgen zu können.

Da wir allerdings zu sehr im Urlaubsmodus waren, freuten wir uns sehr über den köstlichen Tipp ins benachbarte Schloss Basthorst zu gehen. Was soll ich sagen, es war fantastisch. Und ich spreche nicht vom Fine-Dining-Bereich, den hätten wir uns gar nicht leisten können, sondern wir saßen in der supergemütlichen Bistrolounge. Ein kleiner Tipp, falls Ihr dort essen geht – unbedingt die Flammkuchen probieren – der Wahnsinn. Als Gast der Kunstpension darf man sogar den Wellnessbereich im Schloss Basthorst zum halben Preis nutzen. Leider haben wir es zeitlich nicht geschafft, sonst sehr gern. Und zum Frühstück kann man ebenfalls kurz rübergehen, oder sich natürlich eins selbst in der Küche der Kunstpension Frahm zubereiten.

Vor unserer Abreise kamen wir noch einmal sehr nett mit unserer Gastgeberin Frau Frahm ins Gespräch und so plauderten wir über das Leben als Mini-Hotel-Besitzerin. Es gehört viel Liebe dazu einen Ort zu erschaffen, der jedes Sinnesorgan verzückt und es ist eine Kunst, seinen Gästen das wundervolle Gefühl zu geben, willkommen zu sein. Vielen Dank Familie Frahm.

http://www.kunstpension-frahm.de/