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Begrüßungsleckerli

Nein – es geht nicht um die obligatorischen Betthupferl, schön drapiert auf einem Kopfkissen. Es geht auch nicht um ein süßes Bonbon beim Check-in am Rezeptionstresen. Es geht weit darüber hinaus. Nämlich um ein kleines Gastgeschenk :-). Richtig gehört, um ein Geschenk, welches man als anreisender Gast auf seinem Zimmer findet – bestenfalls sogar noch mit einem kleinen Kärtchen oder Willkommensbrief.

In der Kettenhotellerie sind solche Aufmerksamkeiten eher den VIP´s vorbehalten – ob Obstteller, Pralinenschachtel oder Sekt & Co. – schließlich möchte man ihnen eine besondere Wertschätzung gegenüber ausdrücken – der Sinn von Gastgeschenken.

Für das „Normalvolk“ (sorry für den Ausdruck) reicht es vielleicht für eine Flasche Wasser – man muss es ja auch nicht übertreiben! Muss man ja auch nicht und sollte man auch nicht! Denn oft landen diese kleinen (häufig essbaren) Aufmerksamkeiten am Ende eh in der Tonne (außer natürlich selbst gemachter Kuchen ;-)). In einem großen Hotel würden somit täglich viele gut gemeinte Ressourcen verschwendet.

Aber dieser Beitrag ist ja auch für kleine! Privathotels & Co. gedacht, die sich von den großen Riesen abgrenzen möchten. Was eignet sich da besser, als die eben erwähnten Begrüßungsleckerlis – für ALLE Gäste, egal ob Suitenvollzahler oder Budget-Zimmer-Bucher. Und um die eben genannte Verschwendung von nicht verzehrten Lebensmitteln zu vermeiden, lassen sich mittlerweile viele Hoteliers kreative Alternativen einfallen:

  • regionale Produkte (z.B. ein kleines Fläschchen Öl, in meinem Fall war es Leinöl im Spreewald – welches ich natürlich nicht vor Ort im Hotel in einem Zug ausgetrunken (:-p) sondern mit nach Hause genommen habe und nun zum Kochen verwende)
  • selbstgemachte Produkte (z.B. ein Mini-Marmeladen-Glas für Zuhause – mit süßen Grüßen vom Hotel – eine schöne Erinnerung)
  • frische Gartenblumen (der reinste Augenschmaus, wenn man das Zimmer betritt und eine herrliche Duftquelle gleich dazu. Setzt natürlich einen gut bestückten Hotelgarten, möglichst ganzjährig, voraus)
  • handgeschrieben Begrüßungskarten (ist zwar sehr zeitaufwendig, aber wird garantiert in bester Erinnerung bleiben)

Und last but not least geht natürlich nichts über ein kleines Stückchen selbst gebackenen Kuchen – je besser er schmeckt, umso öfter wird er genüsslich verspeist (somit keine Verschwendung) und dürfte jeden Gast das süßeste Grinsen im Gesicht verleihen….

Diese kleinen, aber feinen Unterschiede findet man eben häufig nur in Privathotels – dort, wo Gäste aufgrund des außergewöhnlichen Ambiente und der erzählten Geschichte auch bereit sind, den ein oder anderen Euro mehr für das Zimmer auszugeben, da man schon vorab das gute Gefühl im Bauch hat, dass dieses Hotel oder B&B ein echtes feines Plätzchen ist – nicht zuletzt, durch seine leidenschaftliche Gastfreundschaft ❤