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Villa Sommerach – Sommerach

Manchmal muss man mittendrin beginnen. Zu viele bezaubernde, sommerleichte Eindrücke wollen zum Ausdruck gebracht werden um diesem feinsten! Plätzchen gerecht zu werden. Der ‚Villa Sommerach‘. Wo soll ich bloß anfangen? Ja, wie gesagt, am besten mittendrin. Im Leben. An zwei Tagen im Frühling. In Sommerach. Einem kleinen Ort mit gerade mal 1400 Einwohnern. Mit Weinbergen satt.

Da war dieser Zitronenkuchen zum Frühstück. Bis heute kann ich diesen Wahnsinns Geschmack auf der Zunge fühlen. Unglaublich ❤ Wir saßen beim Frühstück und ich kostete den ersten Bissen. Mhhh, meine Welt stand für einen Moment still. Es war, als säße man in Italien direkt unter einem Zitronenbaum. Als ich diesen Kuchen verdienterweise lobte, blickten schon einige Gäste neugierig auf. „Dann müssen wir den Kuchen ja auch mal kosten, wenn Sie ihn so loben“ – wir alle mussten schmunzeln. Zum Glück gab es auch noch Nachschub, denn nun wollte jeder ein Stück haben 🙂

An diese Situation erinnere ich mich zu gern, wenn ich an die Villa Sommerach denke, die in liebevollster Weise von Familie Müller geführt wird. Genauer gesagt, von Toni und Magdalen Müller. 2016 begann ihr Traum. Ein wunderschönes historisches Haus stand zum Verkauf. Und da der Weinberg von Tonis Familie quasi nebenan liegt – entschlossen sich die beiden, hier ein kleines feines Bed and Breakfast (mit nur sechs Zimmern) zu eröffnen, ein Weinhotel – und die ganze Familie wirkt hier mit. Alle sind dabei. Und das mit ganz viel Freude, Leichtigkeit und guter Laune.

Am Abend zuvor hatten wir noch einen herrlichen Abendspaziergang durch die Weinberge der Main-Insel (direkt angrenzend zu Sommerach) unternommen. Was für ein Genuss. Und das Beste: Zu dieser Zeit (im Frühling) war es noch menschenleer. Man fühlte sich vollkommen bei sich. Die Abendsonne war schon kräftig, eine leichte Kühle schwebte durch die Luft, aber es war noch immer angenehm warm. Irgendwann kamen wir am Aussichtsturm an. Der Blick war überwältigend, die Ruhe noch viel mehr. Die Sonne ging gerade unter und man fühlte sich einfach nur leicht und gut.

Ja, Ihr seht, diese magischen Eindrücke kann man nicht chronologisch erzählen, sie sind im Herz gespeichert und kommen so wie sie kommen zu Papier bzw. zu diesem Beitrag.

Angefangen hatte alles schon viel früher. Eines Tages hatte ich die ‚Villa Sommerach‘ zufällig entdeckt und mich direkt verliebt. In die Fotos, in die Homepage sowieso und nicht zuletzt in das Hotelprospekt – quasi wie eine zarte Visitenkarte. Es lag diese Leichtigkeit in der Luft. Vorab. Verrückt, ich weiß. Aber manchmal hat man einfach dieses Bauchgefühl.

Fast mussten wir unsere Reise ganz absagen, die mit der ‚Villa Sommerach‘ starten sollte. Aber dann konnten wir doch fahren, allerdings etwas verspätet. Doch auf dieses feine Plätzchen wollte ich einfach nicht verzichten. Da war wieder dieses Bauchgefühl… Und so planten wir ein klein wenig um, sodass Sommerach nun als letztes Ziel auf dem Rückweg unserer Reise lag. Das Beste kommt eben zum Schluss 🙂

Bei herrlichem Wetter erreichten wir die Villa. Diese Bezeichnung trifft es auf den Kopf. Eine echte Villa. Mit blauen Fensterläden. Mit einem großem Garten voller Blumen. Mit Liebe. Wir wurden ganz herzlich von Michi begrüßt, Tonis Schwester. Sie brachte uns zum „Veranda-Zimmer“, welches ich intuitiv (mit der Hoffnung auf schönes Wetter) gebucht hatte. Der Name ist Programm – zum Zimmer gehört nämlich eine große überdachte Veranda. Ein absoluter Traum und ein weiteres Highlight. Bei bestem Wetter muss man sich hier einfach niederlassen und ein Gläschen Wein trinken. Mhhh.

Selbst wenn das Wetter nicht so gut wäre – das Zimmer ist natürlich ebenfalls wunderschön ausgestattet, mit kunstvollen Bildern, kleiner Leseecke und einem sehr bequemen Boxspringbett. Dazu frische Blumen zur Begrüßung. Herrlich. Warum waren wir nur eine Nacht da?

Das Frühstück ist ebenfalls bewundernswert – wie anfangs erwähnt, war das absolute Highlight der Zitronenkuchen (den gibt es aber nicht immer ;-)). Doch auch ohne ihn gibt es eine kleine feine Auswahl an regionalen Wurst- und Käsespezialitäten, Müsli und Joghurt, frischem Obst und gekochten Eiern mit Gewürzsalz zur Probe. Sehr köstlich.

Beim nächsten Aufenthalt nehmen wir uns mal mehr Zeit, vielleicht für einen Kuchen auf der Terrasse im Innenhof, die auch für Nicht-Hotel-Gäste geöffnet ist. Oder für eine richtige Weinprobe, schließlich ist hier eine echte Winzerfamilie am Werk. Oder für einen noch längeren Spaziergang durch die Weinberge. Oder einfach nur, um noch mehr Zeit und Ruhe auf der Veranda des Veranda-Zimmers zu verbringen (obwohl die anderen Zimmer natürlich auch alle sehr schön aussehen). Oder für ein ganzes Blech Zitronenkuchen ❤

In diesem Sinne, liebe Familie Müller, ich bin schwer beeindruckt von diesem feinen Plätzchen, was Ihr hier geschaffen habt. Als Gast könnte man sich nicht besser fühlen, was nicht zuletzt an Eurer unbeschwerten und herzlichen Art liegt. Vielen vielen Dank für alles und bis ganz bald.

P.s. Euer Wein ist ebenfalls wunderbar fein, gut, dass wir gleich eine ganze Kiste davon gekauft haben und schon einigen Menschen eine Freude damit machen konnten :-p

http://www.villa-sommerach.de/

Anmerkung zum Titelbild: dieses Foto wurde mir freundlicher Weise zur Verwendung auf Feine Plätzchen durch die Villa Sommerach zur Verfügung gestellt (Foto©Schmelz Fotodesign Villa Sommerach8090).