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Klangraum anstatt Sauna

Es war gar nicht so einfach, an dieses Titelbild zu kommen. Das heißt, den Klangraum OHNE Gäste für ein Foto zu erwischen – so beliebt war/ist dieser Raum, den ich vor zwei Jahren zufällig in einem Hotel entdeckt habe 🙂

„Zum Klangraum Treppe runter und dann rechts“, so laß es sich in der Hotelmappe. Na ja, gucken kann man ja mal und so spazierte ich eine Etage tiefer, öffnete die Glastür und den dahinter liegenden Vorhang. Wow – was vor meinen Augen lag, war wie eine andere Welt. Ein ca. 25 qm² großer Raum mit geschwungenen Liegen, die an starken Seilen hingen, die wiederum an einer Holzkonstruktion von der Decke hingen. Dazu eine wohlige Wärme, wechselnde Farbtöne und zarte Meditationsklänge.

Ich glaube, ich stand erstmal 10 Sekunden mit offenem Mund da und lies diese wunderbare Atmosphäre auf mich wirken. Dann nahm ich Platz. Besser gesagt: eine Liegeposition auf eine der ‚Schaukeln‘ ein. Und schon träumte man dahin. Selten hat man innerhalb einer Minute so eine wahnsinnige Entschleunigung gefühlt. Nicht mal eine Massage, ein heißes Bad oder sonstige Entspannungsübungen hatten das bisher jemals bei mir geschafft. Meine Welt stand still. Ein wunderbares Gefühl.

Später fragte ich mich, warum man diese Klangräume nicht eigentlich öfters in Hotels & Co. vorfindet? Die obligatorische Sauna schafft es ja sogar schon in kleine Pensionen als wohltuende Annehmlichkeit (wer braucht schon einen Pool?). Doch wie wäre es mal mit diesem neuen Konzept?

Gerade für Business Gäste eine schöne und vor allem entspannende Abwechselung nach einem stressigen Arbeitstag. Natürlich auch für Freizeitgäste. Das Beste ist: Es besteht keine Brandgefahr wie bei einer Sauna, wo schon manches Hotel & Co. bei drauf gegangen ist. Und zudem dürfte der Strom- sowie Reinigungsaufwand auch deutlich geringer ausfallen. Was die Anschaffungskosten betragen kann ich leider nicht einschätzen. Vom Platzangebot reicht ein ganz normaler Raum, 20 qm² sollte er allerdings schon umfassen. Kann übrigens auch ein Kellerraum sein, was sogar vorteilhaft ist, da ein Fenster mit Tageslicht fast schon stören könnte.

Wer an dieser Idee für die Hotellerie zweifelt: bitte nehmt Euch mal die Zeit, so einen Klang- (und Farbraum) zu besuchen und sich von der Magie in den Bann ziehen zu lassen. Es wirkt Wunder. Und entspannte Gäste sind ja bekanntlich die Besten, die sich gern am Abend im Restaurant noch ein kleines Extra gönnen oder ihren Liebsten Zuhause erzählen, welch feine Freizeiteinrichtung das Hotel anzubieten hatte. Aktuell noch ein USP, vielleicht schon bald ein richtiger Trend? 😉